Mit dem Abschluss der vierten und letzten Tour endet auch unsere Saison 25/26.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und neue Geschichten ab November dieses Jahres. Danke für das Interesse und bis dahin eine gute Zeit.

Mit dem Abschluss der vierten und letzten Tour endet auch unsere Saison 25/26.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und neue Geschichten ab November dieses Jahres. Danke für das Interesse und bis dahin eine gute Zeit.

Claudia & Martin, 05.01. – 24.01.2026
Zwischen Skepsis und Begeisterung: 35 Jahre Individualreisen – und dann Kambodscha geführt
Im Vorfeld haben wir uns ein paarmal gefragt, wie das wohl werden wird. Wir machen seit 35 Jahren zusammen Ferien, bis jetzt aber immer als Individualreisende. Es ist das erste Mal, dass wir uns an eine geführte Reise wagen. Und jetzt geht diese geführte Reise langsam zu Ende und unser Fazit ist: das kann man sehr gut machen, man muss sich einfach darauf einlassen wollen. Die ersten paar Tage mussten wir uns neu ordnen. Wir kamen direkt aus Vietnam, welches wir während 2 Wochen alleine bereist hatten. Plötzlich sagte uns jemand, wann wir zum Morgenessen erscheinen sollen und wann Abfahrtszeit ist. Nach 35 Jahren in den Ferien ausschlafen und spontan das machen, was gefällt, war dies die grösste Umstellung. Andererseits war es auch total schön, einmal alle Verantwortung abgeben zu können und nichts überlegen zu müssen. Als Fazit können wir allen, welche bis jetzt alleine gereist sind, diese geführte Reise sehr empfehlen. Der Vorteil ist, dass wir viel mehr Informationen über Land und Leute erhalten haben. Wir wissen jetzt so viel über Kambodscha und seine Geschichte, wie wir als selbständig Reisende in 3 Wochen nie erfahren hätten. Trotzdem werden wir in Zukunft nicht zu fanatischen Gruppenreisen-Menschen, aber wir sind absolut nicht abgeneigt, wieder einmal eine solche Reise anzugehen und empfehlen allen, es einfach mal auszuprobieren.

Nach anfänglicher Skepsis und viel Vergleichen mit Vietnam, haben wir Kambodscha und seine Einwohner fest in unser Herz geschlossen. Die Kambodschaner sind zurückhaltende, gleichzeitig sehr freundliche, lustige, hilfsbereite und sehr aufmerksame Menschen. Sie freuen sich sehr über uns Europäer und des Öfteren wird, wenn wir mit dem TukTuk vorbeifahren, vom Strassenrand her gewunken. Die Kinder freuen sich ganz besonders. Falls mal jemand doch etwas skeptisch guckt, bedarf es einem Lächeln und einem freundlichen „Suesdei“ von uns und schon ist der Bann gebrochen. Als Martin ein kleines medizinisches Problem hatte und ich mit ihm neben dem Auto in den Schatten ging, waren innert kürzester Zeit sechs Frauen bei uns, die uns medizinische Hilfe in Form von braunem Zucker, Tigerbalsam und weitere zum Teil komische Medizin anboten. Wir durften unkompliziert das Badezimmer einer Familie benutzen. Die Hilfsbereitschaft dieser Menschen hier ist einfach unglaublich.

Die Kambodschaner funktionieren ganz anders als wir. Wir staunen immer wieder. Der Umgang mit lebenden Tieren auf dem Markt empfinden wir als Tierquälerei. Die gesamte Hygiene ist lange nicht so, wie bei uns. Der Gerümpel um die Häuser würden wir als Erstes mal aufräumen, die Kambodschaner stört dies nicht. Es ist für sie normal. Es stört sie nicht, wie etwas aussieht, zweckmässig muss es sein. Sie sitzen viel am Boden oder in der Hocke, wir würden einen Stuhl bevorzugen. Viel Zeit verbringt der Kambodschaner in seiner gehäkelten Hängematte. Diese wird öfters in der Ruhezeit auch gleich ins TukTuk gehängt und dann wird dort geschlafen (wie in diese Hängematte im TukTuk ein- und ausgestiegen wird, bleibt uns ein Rätsel). Schlafen können diese Menschen sowieso überall und in allen erdenklichen Positionen. Immer wieder trifft man irgendwo auf schlafende Menschen.
Was uns auch immer wieder auffällt, dass manchmal (zB in einem Café) viele Mitarbeiter herumstehen, wenn man dann etwas bestellt, weiss keiner so genau, was zu tun ist. Jeder fühlt sich wichtig, am besten noch mit Knopf im Ohr und einem Walkie-Talkie ausgerüstet, aber einen Kaffee herstellen gestaltet sich dann als sehr komplizierte Angelegenheit, keiner der Mitarbeiter kommt so richtig „in die Gänge“.

Roller fahren ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, sie gehen keinen Meter zu Fuss. Auf dem Roller wird alles transportiert, Leitern, Gasflaschen, lebende Tiere, manchmal sitzt eine ganze Familie drauf (Vater, Mutter, drei Kinder!). Die Kambodschaner ernähren sich den ganzen Tag etwa gleich. Es ist für uns vom Gericht her jeweils nicht erkennbar, ob jemand am Morgen-, Mittag- oder Nachtessen ist. Reis gibt es in allen Variationen, auch als Dessert.
Die Kambodschaner leben zum Teil in sehr armseligen Verhältnissen, aber sie wirken auf uns sehr zufrieden.

Diese Reise hat uns viele Facetten von Kambodscha gezeigt und uns den Menschen wie auch dem Buddhismus, der hier gelebt wird, näher gebracht. Es war eine unvergessliche Zeit und wir danken Cello aus ganzem Herzen, dass er uns dieses Land gezeigt hat. Wer gerne ganz tief in das Leben der kambodschanischen Bevölkerung eintauchen und viel über die Geschichte dieses Landes erfahren möchte, sollte diese Reise unbedingt buchen!

Und nun sind sie auf dem Weg zurück in die Schweiz, Claudia und Martin unsere letzten Reisegäste dieser Saison. Eine weitere 16tägige Reise liegt hinter uns.
Obschon die Beiden unmittelbar vor unserer Reise für zwei Wochen den Norden Vietnams auf eigene Faust bereisten, war der Hunger auf Neues bei ihrer Ankunft in Phnom Penh noch alles andere als gestillt. Bereits etwas gewandt im Umgang mit asiatischen Gepflogenheiten, stürzten wir gleich zu Beginn weg in das gemeinsame Abenteuer Kambodscha. Eine Reise, welche in verschiedener Hinsicht bewegte.
Je länger ich mich in Kambodscha aufhalte, je mehr schätze ich auf einer Tour auch das Wiedersehen mit alten Bekannten und Weggefährten. Momente, welche ich gerne mit unseren Reisenden teile.







Eine Premiere der besonderen Art war uns in Battambang beschieden. Für einmal waren wir gezwungen, kurzfristig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und waren erstaunt, dass eine solche sogar im ländlichen Battambang gewährleistet ist. Die nachstehende Klinik leistete effiziente und professionelle Hilfe und verfügte nicht nur über die erforderliche Laboreinrichtung sondern sogar über zweckmässige Medikamente. Sehr simpel strukturiert mit einer einfachen Medizin, die im Notfall bestens hilft und dies sogar noch ambulant. Für uns ist es beruhigend zu wissen, dass eine adäquate Mindestversorgung auch in abgelegeneren Gebieten vorliegt und dies nicht mal schlecht.

Mit etwas Flexibilität uns aller durfte Claudia währenddessen trotzdem das vollständige Reiseprogramm geniessen. Der Unterschied lag da höchstens in der Besetzung des Bambootrains und dass der eigentliche Reisepartner die Erlebnisse im Nachhinein mittels Fotos und Videos übermittelt erhielt.






Bereits nach 2 Tagen Auszeit war unser Reisepaar aber wieder vollständig an Bord.







Dankbar für die selber erfahrene Hilfe, liessen sich Claudia und Martin die Gelegenheit nicht nehmen, dem Kinderspital Kantha Bopha von Dr. Beat Richner in Siem Reap ein Besuch abzustatten. Durch meine Bekanntschaft mit dem jetzigen Direktor Prof. Dr. med. Chantana war auch dieses Mal eine kurze Führung durch das Spital mit ihm möglich. Ein Erlebnis, dass viel Emotionen aber auch Dankbarkeit frei setzte, welches unsere Gäste mit einer schönen Spende zu honorieren wussten.

Unsere Tour vollendeten wir mit einem Aufenthalt im südlichen Kampot. Auch sie durften sehen wo und wie der Pfeffer wächst, die Krabben aus dem Meer auf den Teller finden und in den Höhen des Bokor-Nationalparkes auf viele Affen und seltene Pflanzen treffen.







Die letzten 3 Tage verbrachten Claudia und Martin dann noch bei uns in Sihanoukville. Wie auch die vorherigen Gäste waren sie mit Fahrrädern bestückt. Auch sie sind das Fahrradfahren mehr als gewohnt und kamen mit den ausserordentlichen Verkehrsverhältnissen bestens zurecht. Die Stunden im Sokha Beach Resort oder in unserem Garten gaben ihnen die Möglichkeit, all die Erlebnisse etwas setzen zu lassen, bevor es nun wieder Richtung Heimat ging.

Wir sind dankbar, dass wir auch auf der letzten Tour dieser Saison tolle Reisegäste an unserer Seite hatten. Danke Claudia und Martin für die erlebnisreiche und schöne Zeit!

Siem Reap hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer ruhigen Provinzstadt zu einer der wichtigsten Tourismuszentren Kambodschas entwickelt. Auslöser dafür war vor allem die internationale Wiederentdeckung der Tempelanlagen von Angkor, die 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Mit dem wachsenden Tourismus entstanden Hotels, Restaurants, Infrastruktur und Arbeitsplätze, was die lokale Wirtschaft stark belebte und viele Menschen aus ländlichen Regionen anzog.
Als ich im Jahr 2004 das erste Mal die Stadt besuchte, war von einem eigentlichen Nachtleben noch nicht all zu viel zu spüren. Die Stadt hinterliess damals eher einen verschlafenen Eindruck.




Heute sieht dies nach rund 20 Jahren deutlich anders aus. Auf unseren Touren durch das ansonsten sehr ländliche und ärmliche Kambodscha erscheint der Hotspot Siem Reap auf den ersten Blick eher als Fremdkörper, die dazugehörige Pubstreet wie eine Blase in einer anderen Welt.



Bei näherer Betrachtung merkt man aber schnell, dass es in dieser Stadt mit mittlerweile 140’000 Einwohner auch noch ein anderes Leben gibt, als dieses in der Ausgangsmeile im Bereich des alten Marktes. Das tägliche Leben hat sich seit der touristischen Bespielung des Zentrums in die Aussenquartiere verschoben, wo heute auch die meisten Bewohner von Siem Reap leben und den Alltag so meistern wie überall im Land.
Die Pandemie traf Siem Reap damals hart. Die internationalen Ankünfte brachen in den Jahren 2020/21 um geschätzte 80% ein und dies führte zu Geschäftsschliessungen von über 100 Hotels und Restaurants. In dieser Zeit wurde deutlich, wie stark die Region vom internationalen Tourismus abhängig ist. Ich erinnere mich noch gut daran, wie traurig und verlassen sich in dieser Zeit die Ausgangsmeile präsentierte. Die Klänge der kambodschanischen Volksmusik aus der Pubstreet waren für einmal sehr klar wahrnehmbar, versinken heute aber wieder im überlauten Kunterbunt des weltlichen Musikschaffens und wirken leider schon fast etwas deplatziert.



Seit der Zesur durch die Pandemie erholen sich nun die Besucherzahlen wieder stetig und verwandeln den Ort in ein Eldorado der Nachtschwärmer, wie kaum sonst wo in Kambodscha. Einmal genannte Prognosen deuten auf ein weiterhin starkes Wachstum hin, teilweise mit Zielen von bis zu 18 Mio. touristischen Besuchern pro Jahr bis 2035. Aktuell vermiesen die Streitigkeiten mit dem Nachbar Thailand jedoch solches Streben und wir sehen uns gerade auf der jetzigen Rundreise beim abendlichen Flanieren mit deutlich kleineren Touristenansammlungen konfrontiert, als sonst üblich in dieser Zeit.

Ein Blick zeigt, das Angebot an westlichen Verpflegungsmöglichkeiten scheint zwischenzeitlich fast unerschöpflich. Was gibt es hier mittlerweile nicht alles zu konsumieren und zu kaufen! Wer nur auf westlichen Umsatz setzt, buhlt um jeden zahlungskräftigen Kunden, sei dies beim Mexikaner, beim Griechen oder Italiener. Allesamt hoffen sie wieder auf bessere Zeiten.





Auch ein gewisser Überfluss an Massageplätze und Souvenierangebote scheint aktuell zu bestehen. Ganz zu schweigen von den vielen TukTuk‘s, welche liebend gerne ein paar müde Beine mehr in die Hotels fahren würden.






Schön zu sehen, dass sich wenigstens die einheimischen Verpflegungsmöglichkeiten an guter Auftragslage erfreuen dürfen. Die Einheimischen bevorzugen nämlich in der Regel ihre eigene Küche und tragen hierzu bei. Auch westliche Besucher, welche die kambodschanische Küche bevorzugen tun dies ebenso, und wir gehören da definitiv auch dazu.




Pub Street hin und her, bei uns bestimmen alle Reisenden ihre Dosis Partystimmung selber, und für ein paar Tage nehmen auch wir etwas Abwechslung ohne weiteres hin.

Kurz nach der Abreise unserer letzten Gäste bin auch ich wieder gestartet und habe vergangenen Sonntag den Bus nach Phnom Penh bestiegen, dies mit dem Ziel, am Montag neue Gäste für die erste Rundreise des Jahres in Empfang nehmen zu können.

Für einmal haben die Neuankömmlinge den Jetlag jedoch bereits hinter sich gelassen. Sie reisten nämlich nicht wie gewohnt aus Europa an, sondern aus dem benachbarten Vietnam, welches sie in den vergangenen Wochen auf eigene Faust bereisten.

Nun haben wir eine Woche unserer Reise „Best of Cambodia“ bereits hinter uns und befinden uns zur Zeit in Battambang.
Gerne nutze ich in diesem Zusammenhang die Gelegenheit, eine sich in Battambang befindende soziale Institution vorzustellen. Eine Institution, welche nur die Wenigsten kennen, aber nebst vielen weiteren im Lande einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Kindern und Jugendlichen leistet.
Bei der Phare Ponleuselpak, auf gut Deutsch „die Helligkeit der Künste“, handelt es sich um eine Kunst- und Zirkusschule, welche Kinder, Jugendliche und Gemeinschaften durch künstlerische, pädagogische und soziale Unterstützungsprogramme stärkt.
Die Organisation hat in einem Flüchtlingslager an der thailändischen Grenze in den 1980er Jahren ihren Ursprung. Dies nachdem das Regime der Roten Khmer Kambodscha verwüstet hatte. Dort begann die Französin Véronique Decrop, eine Form der Kunsttherapie für Flüchtlingskinder mit Zeichen- und Malkursen zu entwickeln.

Nachdem das Lager Jahre später geschlossen wurde, beschlossen Véronique und 9 ihrer Schüler in Battambang eine Zeichenschule zu gründen, um im Gegenzug der marginalisierten lokalen Jugend zu helfen. Die ursprüngliche Zeichenschule hat sich im Laufe ihres 26-jährigen Bestehens schrittweise in ein facettenreiches kreatives Zentrum verwandelt, für das sich heute sogar immer noch 4 der ursprünglichen Gründer aktiv engagieren.
Heute werden durch diese Organisation jährlich rund 1000 Schüler durch die Schule und Programme in den Bereichen darstellende, visuelle und angewandte Kunst befähigt. Sowohl Freizeitkurse für Kinder als auch Berufsausbildung für junge Erwachsene entwickeln ihre Kreativität, Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeiten und geben ihnen Zugang zu einer nachhaltigen künstlerischen Karriere bei gleichzeitiger Erhaltung und Förderung der kambodschanischen Kunst und Kultur.
Nebst einem Kindergarten und einer öffentlichen Primar- und Sekundarschule ist es vorallem die Schule für darstellende Kunst, welche dieses Hilfsprojekt auszeichnet. Das Talent und das Erlernte der Studenten wird dann mehrmals wöchentlich mit Zirkusaufführungen, traditionellen Tanz- und Livemusikshows einem öffentlichen Publikum vorgetragen.
Je nach unserem Programm und den aktuellen Vorstellungsdaten bieten wir auch unseren Reisenden die Möglichkeit, einer Vorstellung oder sogar einer Führung durch die Zirkusschule beizuwohnen. Einige Male hatte dies in der Vergangenheit bereits geklappt und unsere Gäste waren vom Einsatz der Institution selber, aber auch von der Energie und Leistungsbereitschaft der involvierten Künstler angetan. Ein Schaffen, dass definitiv seine Unterstützung verdient.






Wem ein Besuch von „Phare Ponleuselpak“ hingegen nicht möglich ist, bleibt das Wirken dieser Bildungseinrichtung bei einem Rundgang durch das Zentrum von Battambang trotz allem nicht verborgen. Im Jahr 2018 war es nämlich, als diese Institution das „S‘Art Urban Arts Festival“ als Kunstveranstaltung ins Leben rief und die Stadt seither in ein offenes Freiluft-Museum verwandelt. Fand dieses Festival anfänglich noch auf dem Schulcampus selber statt, entwickelte sich dieses seither zu einer stadtweiten Veranstaltung mit internationalen Künstlerinnen und Künstler. Das Festival findet in der Regel zweijährlich statt und kombiniert Mural-Malerei, Graffiti, Musik, Perfomances, Workshops und Paraden, wodurch sich Battambang für mehrere Tage in ein lebendiges Kunstzentrum verwandelt.
Das Ziel des S’Art Festivals ist es, öffentliche Räume in Ausdrucksorte zu verwandeln, bei denen die urbane Umgebung selbst zur Kunst wird, jenseits von Galerien oder Museen. Viele der Murals sind dauerhaft und bleiben auch nach dem Festivaljahr bestehen. Dadurch entsteht eine permanente Street-Art-Galerie im Freien und ist heute mehr als einfach nur Graffiti an Wänden. Sie ist Teil einer lebendigen Kulturbewegung, die Kunst, Gemeinschaft, Bildung und lokales Erbe verbindet, und die Stadt auf der globalen Kunstkarte sichtbar macht.
Wir nutzen den Aufenthalt in Battambang zu einer Entdeckungstour durch die Gassen des Zentrums und lassen die verschiedenen Werke und deren Umgebung auf uns Wirken. Etwas, das einen Besuch dieses Ortes, nebst unserem eigentlichen Programm, noch wertvoller macht.











Ein altes Sprichwort der Khmer besagt:
ភ្នែកមើលមិនខុសដូចមាត់និយាយ
In diesem Sinne kommt unser Gastbeitrag in Bildform daher:
Vielen Dank, Cello für die Organisation dieser wunderbaren Reise und allen Menschen in Kambodscha – insbesondere Somnang, Zaly, Lavy, Ren, Pich und Leinn – (und natürlich auch dir Cello) für die Gastfreundschaft!
Andres, Milo, Marion & Rafi
13.12.2025 – 01.01.2026
Wir durften dieses Jahr ein wahres Feuerwerk an tollen und abwechslungsreichen Touren erleben. Angefangen in den Monaten Januar und Februar, wie auch bereits wieder seit Oktober bis zum heutigen Moment. Alle Reisen sind wie vorgesehen verlaufen und wir konnten alle unsere Gäste gesund und um viele Erlebnisse und Erfahrungen reicher auf die Heimreise verabschieden. Durchaus ein gutes Gefühl auch für mich und mein ganzes Team.
Am vergangenen Mittwoch traf ich wieder auf Rafi und seine Familie, welche zwischenzeitlich ihre Reise über Battambang und Siem Reap erfolgreich hinter sich gebracht haben und planmässig zur letzten Etappe im südöstlich gelegenen Kampot eingetroffen sind.

Ich reiste bereits am Vorabend an, und nutzte vorab die Gelegenheit zu einem Wiedersehen mit der vor 13 Jahren aus der Schweiz ausgewanderten Monika, welche seit ihrem Umzug von Sihanoukville nach Kampot ihre Leidenschaft für Katzen und Hunde im Rahmen des „UPC Unicat Rescue Projects“ zu ihrem Alltag macht. Im kambodschanischen Umfeld nach wie vor kein einfaches Unterfangen, aber eines das zum Ende des Tages glücklich und zufrieden zu machen scheint.

Nach Ankunft unserer Reisenden wollten wir die Zeit nutzen und begaben uns im Verlauf des Nachmittags gleich zu einer der wichtigsten Anziehungspunkten in Kampot, nämlich einer der vielen Pfefferfarmen. Auf einer geführten Tour durch eine Farm können die Besucher viel Wissenswertes über den Pfefferanbau in dieser Region erfahren und verstehen danach auch, warum gerade dieser Pfeffer aus Kampot, zu den weltweit besten Pfeffersorten gehört.




Während des Aufenthaltes in Kampot hatten wir ausreichend Zeit, das gut erhaltene Städtchen mit seinen vielen Restaurants jeglichen Couleurs und der schönen Flusspromenade zu erkunden. Die anderen Tags erfolgte Ausfahrt nach Kep (über diesen Ort berichte ich später in der Saison) führte dann bereits zum eigentlichen Ende der Tour.






Es war die Eisenbahn, welche uns in 2 1/2 Stunden in die Stadt Sihanoukville brachte, wo die Gäste nun auch noch von Somnang und Zaly begrüsst werden konnten. Insbesondere Zaly, welcher sich während des Aufenthaltes der beiden jüngeren Gäste für ein paar Tage vom Schulalltag ausklinken durfte, freute sich schon seit längerem über deren Ankunft und die damit verbundenen Aktivitäten in den verbleibenden Tage.


Sihanoukville nur zu Fuss zu erkunden wäre wohl etwas gar viel verlangt. PassApp-Taxis bräuchte es ab vier Personen sicher zwei, Motorräder ebenso, es sei denn man fährt kambodschanisch, was vermutlich auch zu viel des Guten wäre.

Und so war es schnell mal klar, da muss eine Ladung Fahrräder her. So steht unseren Gästen einem Mix aus Aktivität und Erholung nichts mehr im Wege. Wir geniessen die gemeinsame Zeit zwischen unserem Haus, dem Sokha-Beach Resort und irgendwo inmitten der Stadt. Eine Zeit die nur wenige Stunden nach dem Jahreswechsel wieder enden wird.

Übrigens zum eingangs erwähnten Feuerwerk gehört auch ein ordentliches Schlussbouquet. Ein solches wurde mit diesem Reiseabschluss nun gezündet. Wir wünschen bereits heute einen schönen Jahreswechsel und dann wieder einen guten Start in ein möglichst gesundes und glückliches Jahr.


Nach meiner Pause in Sihanoukville machte ich mich bereits vor einer Woche wieder auf den Weg zurück nach Phnom Penh um die letzte Tour in diesem Jahr zu starten.

Der aktuelle Konflikt mit Thailand hinterlässt auch in der Hauptstadt seine Spuren. Die ansonsten in dieser Hauptreisezeit gut mit Touristen gefüllte Stadt, erinnert mich schon fast ein wenig an die Situation während der Pandemie. Es geht deutlich ruhiger zu und her und der starke Zusammenhalt der Bevölkerung während dieser belastenden Zeit wird noch sichtbarer. Öffentlich durchgeführte Gebetszeremonien sind auch hier eine von vielen solchen Momenten.


Die Bevölkerung wird gleichzeitig aufgerufen, den durch das Gefecht vertriebenen und notleidenden Landsleuten, aktuell rund 400’000 Menschen, in Form von Lebensmittelspenden zu helfen. Überall im Land sind solche Sammelzentren eingerichtet und werden rege genützt. Durch die Initiative von Somnang konnte auch unser Haus dank Beiträgen weiterer Personen den Bedürftigen bislang Lebensmittelspenden von etwas mehr als 1’000 Kilo Reis zukommen lassen. Für mich fühlt sich dies ein wenig wie Weihnachten an – dies einfach ohne Glanz und Glimmer.



Seit ich alljährlich für ein paar Monate meinen Bürostuhl in der Schweiz unter den Tisch schiebe, um interessierten Reisenden das entfernte Kambodscha zu zeigen, gibt es KamboCello. Genau so lange darf ich während meinen Abwesenheiten bei Bedarf auf mein „Backoffice“ in der Schweiz zählen. Ein solches ist vonnöten, sollte es Fragen oder Schwierigkeiten irgendwelcher Art geben, welche nur in der Schweiz selber gelöst werden könnten. Jemand der da ist, welcher anpackt und Fäden zieht, wenn es drauf ankommt. Wir sind froh, gibt es Rafi, der von Beginn weg dazu beiträgt, dass unser Laden hier so läuft wie er läuft.
Seit letzten Sonntag ist es für einmal etwas anders. Seit diesem Tag ist nämlich auch dieses KamboCello-Backoffice ausgeflogen und befindet sich aktuell mit seiner Familie in unserer Obhut in Kambodscha. Für Rafi bereits sein zweiter Aufenthalt.

Die ersten Tage in Phnom Penh absolvierten wir gemeinsam und ich durfte sie in dieser Zeit auf den etwas anderen Alltag in Kambodscha einstimmen. Besuch von Märkten, dem Königspalast, Rooftopbars, Flussfahrt und eine Portion kambodschanischer Essenskultur gehörten zum Programm. Dies mit bester Unterstützung unseres TukTuk-Fahrers Leinn, welcher bei grösseren Fuhren für unseren Hauptfahrer Sansan einspringt, und nicht nur rein äusserlich voll auf meiner Linie ist.











Seit ein paar Jahren führen wir nebst den normal geführten Touren auch sogenannte „Selfguided“-Touren im Programm. Dies sieht vor, dass wir diese Touren zwar wie gewohnt organisieren, jedoch diese nicht von mir selber, sondern alleinig durch das Fahrerteam begleitet werden, während ich aus Sihanoukville quasi im Homeoffice die Touren verfolge und unterstütze soweit es überhaupt notwendig wäre. Das Konzept hat sich bislang bewährt und wird nun für einen Teil der Reise auch von unseren aktuellen Gästen genutzt. Mitte Woche haben Rafi, Marion und ihre beiden Söhne ihre Reise rund um den Tonle Sap-See mit Halt in Battambang und Siem Reap und wieder zurück nach Phnom Penh eigenhändig fortgesetzt.

Ich selber bin währenddessen wieder nach Sihanoukville zurückgekehrt, wo ich für ein paar Tage mein Zuhause geniesse und etwas Alltag mit meinem Umfeld hier verbringen kann. Nach vielen Reisetagen eine geschätzte Abwechslung und ein paar Ruhetage schaden ebenso wenig.
Mitte Woche erwarten wir unsere Gäste zum Abschluss ihrer Tour im südlichen Kampot. Ich werde zeitig dort hin reisen, um sie zum Schluss noch selber begleiten zu können.
In der Zwischenzeit wünsche ich allen aus meiner Heimat friedliche und besinnliche Weihnachtstage. Die Kambodschaner feiern bekanntlich keine Weihnachten – dekorieren lieben sie aber über alles.

Jacqueline & Mauro, 14.11. – 29.11.2025
Die Rückkehrer
Ende März 2020 kehrten wir mit vielen tollen Erlebnissen und Emotionen von unserer ersten Kambodscha-Reise zurück. Uns war sehr schnell klar, dass wir noch mehr vom Land und den Menschen sehen wollten. Und so kam es, dass wir am 14. November 2025 von Siem Reap aus unsere 2. Tour mit Marcel in den wilden Osten Kambodschas starteten. Wir fragten uns anfänglich schon, ob uns weitere zwei Wochen durch das Land so begeistern könnten wie beim ersten Mal. Kurzum, das taten sie.
Ziel war es, die verschiedenen Regionen des Ostens zu erkunden und vertieft mit den Menschen in Kontakt zu treten. Wir waren zu Fuss, mit dem Auto, Schiff, Tuk-Tuk, Velo oder mit dem Roller unterwegs, was so manchen spassigen Moment auslöste. Von strömendem Regen blieben wir Gott sei Dank weitgehend verschont. Ein kleines Reisegrüppli wie das unsere hatte den Vorteil, dass wir jederzeit und überall einen Stopp einlegen konnten, um unsere Neugierde zu stillen. Wir wurden stets herzlich willkommen geheissen und Fragen wurden mit Freude beantwortet. Die Bewohner dieses Landes freut es sehr, wenn Reisende sich für ihr Leben interessieren. Belohnt wurden wir nur allzu gerne mit einem schönen Erinnerungsfoto, was will man mehr?

Kulinarisch findet sich für jedermann ein Leckerbissen. Wir haben auf dieser Tour festgestellt, dass die westlichen Gerichte in den Städten und in ländlichen Gegenden Einzug gehalten haben und die Einheimischen sich gerne auch mal selbst eine Pizza, Pasta, Burger oder Pommes gönnen.
Während der Reise bewegten uns die vielen ungeplanten Begegnungen, die täglichen «Hello-Zurufe» von Kindern und Erwachsenen. Ein wiederholter Schulbesuch einer kleinen Primarschule hat uns wie schon beim ersten Mal erneut in gleichem Masse berührt.

Im Unterschied zur ersten Reise fanden wir das im Jahre 2020 besuchte schwimmende Dorf nun wirklich von Wasser umgeben vor und der im März 2020 nicht vorhandene Reisanbau präsentierte sich in voller Pracht.

Auf der Tour durch den wilden Osten heisst es Augen auf und Staunen. Die Reise mit dem Auto kann somit bestens genutzt werden, um sich an der schönen Landschaft sattzusehen., die wahrlich eine vielfältige Abwechslung bietet. Von Kampong Cham – Kratie – Banlung (Provinz Ratanakiri) bis Sen Monoron (Provinz Mondulkiri) erstreckten sich weitläufige Reis- und Lotusblumenfelder, grossflächige Cashewnuss- und Naturkautschukplantagen sowie wunderschön anzusehende Pfeffer- und Kaffeeanbaugebiete. Apropos Kaffee, Kambodscha baut zwar schon seit längerem eigenen Kaffee für den Export an, die Bevölkerung selbst sah diesen jedoch nie als Genussmittel an. Heute säumen zahlreiche kleine Kaffeeshops den Strassenrand. Amüsant mussten wir feststellen, dass für das Brühen des Kaffees nebst den herkömmlichen Kolbenmaschinen auch Kaffeekocher – und man höre und staune, auch der in Italien bekannte Bialetti-Espressokocher, zum Einsatz kommen.



Ein wiederholter Besuch des Kinderspitals von Dr. Beat Richner in Siem Reap bescherte uns rein zufällig die grosse Ehre, von Herrn Prof. Dr. med. Chantana, jetziger Direktor des Spitals, und dessen Vizedirektor, durch das Spital geführt zu werden. Mit Freude und Dankbarkeit nahmen wir dieses nicht im geringsten vorhersehbare Angebot an. Während des Rundgangs erhielten wir einen tiefen Einblick in die Krankenzimmer, Behandlungsräumlichkeiten bzw. den Spitalalltag. Die vielen auf Hilfe wartenden Menschen und die noch immer herrschende Not machten uns sehr betroffen. Hingegen waren wir vom unaufhörlichen Einsatz der ganzen Belegschaft des Spitals tief beeindruckt.

Ein ebenfalls unvergessliches Highlight erwartete uns in den Wäldern von Mondulkiri und zwar gezähmte, freilebende Elefanten, die von der «Hilfsorganisation Elefanten in Mondulkiri» aus dem Arbeitsprozess von Farmern ausgekauft wurden. Mit einer Begleitperson durften wir uns diesen majestätischen Tieren nähern und sie mit einem Bananensnack füttern. Ein kühles Bad im Fluss mit den grauen Riesen machte das Abenteuer perfekt. Uns wurde erst im Nachhinein bewusst, was wir Grossartiges erleben durften.

Es kam der Moment, wo wir uns vom Landleben verabschieden mussten. Die schon im 2020 besuchte Hauptstadt Phnom Penh bildete den Abschluss unserer Reise. Kaum in der Stadt angekommen, wünschten wir uns auch schon wieder zurück aufs Land. An den Lärm und das pulsierende Leben mussten wir uns erst wieder gewöhnen. Gut, einen Tag später sah dann alles ganz anders aus, denn die Stadt Phnom Penh mit den Menschen, Bräuchen, ihren alten und neuen Bauten sowie dem Königspalast hat Charme und verzaubert einen. Auch hier hat der Wandel nicht Halt gemacht, so prägen seit unserem letzten Besuch moderne Gebäude, Kaffeeshops und Restaurants mit Essen aus allen Herren Ländern die Uferpromenade des Tonle Sap.

Die beiden Reisen haben uns reich belohnt und haben unsere Vorstellung weit übertroffen. Wir danken Marcel und all seinen Helfern für diese schöne Zeit.
Mauro & Jacqueline

Kambodscha ist auch trotz der aktuellen Situation an der Grenze ein sicheres Reiseland. Das EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) empfiehlt aktuell eine Warnung vor nicht dringenden Reisen für die unmittelbare Grenzregion zu Thailand (50 km) aufgrund militärischer Gefechte und Unruhen.
Unsere Touren führen nicht in diese Regionen und es liegen im Land keine Einschränkungen vor.
Unsere Gedanken gehören vielmehr den abertausenden Zivilisten, grösstenteils Bauernfamilien in den ländlichen Regionen, die daran gehindert werden, nun ihre Ernte einzubringen oder ihrem Handel nachzugehen. Es sind die wahren Verlierer dieser Geschichte und werden folglich noch mehr von Armut betroffen sein. Ganz zu schweigen von den vielen Kindern, welche das Leid mitansehen müssen und am Besuch der Schule gehindert werden. Dies wegen einem rein politisch orchestrierten Machtkampf von Eliten ohne jegliches Gewissen gegenüber ihren eigenen Landsleuten. Die Welt macht es vor!
Mit unseren Reisen leisten wir einen kleinen Beitrag, das Elend nicht noch schlimmer zu machen.
Der Bevölkerung des asiatischen Kontinents braucht wohl kaum jemand den Umgang mit der digitalen Welt zu erklären. Dazu passt, dass inzwischen auch die Einreiseformalitäten nach Kambodscha digital abgewickelt werden. Noch erst mussten vor der Landung bereits im Flieger mehrere Formulare ausgefüllt und das Visum in der Ankunftshalle in einer Schlange stehend für bares Geld beantragt werden. Heute weiss man bereits vor dem Abflug in der Schweiz, dass man in Kambodscha willkommen ist. Das Visum wird nämlich online beantragt und die Einreiseformalitäten sind seit diesem Jahr ebenso über einen speziell entwickelten App vor der Abreise abzuwickeln.
Die Kambodschaner, welche alle. von sehr jung bis sehr alt, ein Smartphone ihr eigen nennen, wissen sich sehr gut zu vernetzen und sind es gewohnt, den Alltag unter Beizug der unterschiedlichsten Applikationen zu bewältigen. An neue digitale Errungenschaften gewöhnt man sich hier sehr schnell.


Noch vor ein paar Jahren war zum Beispiel auch der Taxifahrdienst PassApp noch nicht existent und man bewegte sich von A nach B mit einem der herkömmlichen TukTuks und war mehr oder weniger auf die Ortskenntnisse des Fahrers angewiesen. Spezielle Örtlichkeiten liessen sich zu dieser Zeit nur mit der Unterstützung einer Karte oder von Google Map mit viel Handsprache finden.

Heute scheint dies landesweit Geschichte, denn für Einzelstrecken vertrauen die Einheimischen nun vorwiegend auf die Dienste der Taxis mit den Namen PassApp oder Crab. Diese lassen sich mit dem Handy via App bestellen, indem man den gewünschten Zielort eingibt. Der App kennt den Standort des Nutzers und so berechnet dieser auch automatisch den korrekten Fahrpreis und sucht im nahen Umkreis einen verfügbaren Fahrer, welcher einem ohne verhandeln zu müssen an den gewünschten Ort bringt. Dort zahlt man dann den im voraus berechneten Fahrpreis. Das System ist mit „Uber“ zu vergleichen, nur dass hier an jedem Strassenecken solche Taxis stehen, welche auf eine Buchung warten. Fazit: für das Fortbewegen von A nach B unkompliziert, schnell und günstig. Für mehrere Stationen oder Rundfahrten in der Stadt aber nicht mit einem komfortablen TukTuk zu vergleichen. Gut gibt es beides, für die Einheimischen eine einfache Sache und ersetzt so ein funktionierendes öffentliches Verlehrsmittel, welches es gar nicht gibt und so wohl auch nie von Nöten macht.

In den vergangenen Jahren hat sich nebst diesem Taxifahrdienst auch die von der Bank ABA lancierte Bezahl-App (vergleichbar mit Twint in der Schweiz) durchgesetzt. Bezahlt wird somit zu weiten Teilen digital, sogar Garküchen und Markthändler haben ihren QR-Code prominent platziert, womit auch Kleinstbeträge mühelos den Besitzer wechseln können. Ich selber vertraue ebenso auf diese Zahlmöglichkeit, sehr einfach lassen sich so Zahlungen an Fahrer und Hotels während der Rundreise tätigen oder Eintrittskarten lösen ohne mit viel Bargeld unterwegs sein zu müssen.



Eine weitere wichtige Möglichkeit für den Einsatz des Smartphones, mal abgesehen von Facebook & Co. besteht im Bestellen von Lebensmitteln und Gerichten. Bekanntlich verpflegt sich der Kambodschaner gerne auswärts oder dann im eigenen Zuhause, ohne hierfür selber eine Küche haben zu müssen. Verschiedene Lieferdienste per Motorrad haben sich landesweit etabliert und auch die Garküchen bedienen sich dieser Möglichkeit, ihr Essen an Mann und Frau zu bringen. Nach meinem Empfinden hat sich die Anzahl an Motorradfahrer mit ihren farbigen Gepäckboxen in diesem Jahr nochmals deutlich erhöht.


Ist der App einmal auf dem Handy installiert und man hat sich ein Profil erstellt, wird einem nach Bekanntgabe des Standortes eine schier endlose Auswahl an allem möglichen Essen, sei dies Kambodschanisch, Japanisch, Westlich, Chinesisch, Thailändisch und vieles mehr geboten. Natürlich gehören auch allerhand Drinks und Artikel des täglichen Bedarfs zum Angebot. Wenige Klicks reichen, und das Essen ist bestellt und wird maximal innert 30 Minuten ausgeliefert. Ich nehme diesen Service gelegentlich auch in Anspruch. Dass ich jedoch einen Drink über die Strasse durch den Lieferdienst mit dem gewährten Sonderrabatt günstiger erhalte, als wenn ich diesen zu Fuss im 100 Meter entfernten Shop selber abhole, stimmt mich zwar nachdenklich, doch zumindest hat jemand wieder etwas Arbeit und ein Trinkgeld gibts nebst der Bezahlung mit dem App sowieso bar auf die Hand.


Tja, auch hier im fernen Kambodscha heisst es also stets am Ball bleiben um den Anschluss nicht zu verpassen. Durchaus ein gutes Training für den auch in der Schweiz immer digitaleren Alltag.
Auch in dieser Saison liefern wir mit meiner Rückkehr in die Schweiz den beliebten Pfeffer aus Kampot. Gerne nehmen wir mit nachstehendem Formular Bestellungen entgegen:
Wir bitten um Bestellungen bis spätestens 20. Dezember 2025. Danach werden die bestellten Einheiten durch die Pfefferfarm gerichtet und von mir im März ausgeliefert.

Um es vorwegzunehmen, wir wurden auf unserer Reise von den kräftigen Regenfällen und Stürmen, wie sie aktuell in Südostasien auftreten, verschont. Zwar verspürten wir gerade in den letzten Tagen entlang der Grenze Vietnams viel Wind und etwas kühlere Temperaturen, der Regen selber setzte wenn dann in der Nacht ein, was uns nicht weiter behinderte. Wir hatten für eine solche Reise die richtige Kleidung im Gepäck und das nötige Glück. Wir sind dankbar dafür.
Den Abschluss der jetzigen Reise bildete in den vergangenen Tagen die Provinz Mondulkiri mit ihrem Hauptort Sen Monorom.
Naturliebhaber kommen hier voll und ganz auf ihre Rechnung, und eigentlich wäre dies alleine schon Grund genug, diesen Ort für ein paar Tage aufzusuchen, wenn er denn nicht gar so weit von Phnom Penh entfernt wäre. Für die Zurücklegung der 370 Km benötigt man ab Phnom Penh rund 7 Stunden. Dies zwar mittlerweile durchaus auf guten Strassen aber kurvenreich und auch von grösseren Transportfahrzeugen befahren, welche das Vorwärtskommen verlangsamen. Wir kommen auf unserer Tour aber aus dem Norden und die Fahrt aus der nördlichsten Provinz Ratanakiri nach Sen Monorom gestaltet sich mit knapp 3 Stunden als deutlich angenehmer und landschaftlich auch ziemlich unberührt.


Auch an diesem Ort pflegen wir uns in einer für unsere Reise angemessenen Lodge niederzulassen. Die „Nature Lodge“ liegt etwas ausserhalb des Zentrums auf einer Anhöhe und besticht nebst ihrem Ambiente durch eine ruhige Lage, wo es sich ganz gut aushalten lässt. Die etwas tieferen Temperaturen tragen das ihre dazu bei.
In Bungalows verstreut auf einem grossen naturbelassenen Gelände teilt man den Aufenthalt mit Pferden und anderen Tieren. Im Aufenthaltsbereich der Lodge leisten einem ein paar Katzen und Hunde Gesellschaft, nur gerade den Pool selber hat man alleine für sich und lädt zu einem erfrischenden Tagesabschluss ein.





Der Bousra-Wasserfall ist der bekannteste und gleichzeitig der grösste Wasserfall in Kambodscha. Dieser liegt 43 Km ausserhalb von Sen Monorom und ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Gegend. Entsprechend ist dieser Ort auch ausreichend mit Restaurants, Souvenierständen und Picknick-Gelegenheiten ausgestattet.
Die Gegend um den Wasserfall ist gleichzeitig die Heimat der indigenen Gemeinschaft „Bunong“. Dieses Volk ist für ihre traditionelle Lebensweise und Verbundenheit mit der Natur bekannt. Der Wasserfall gilt für sie als heiliger Ort, an welchem Naturgeister wohnen sollen.
Für uns Reisende ist der gut erschlossene Wasserfall ein besonderes Naturschauspiel, welches es einfach zu geniessen gilt.




Auf dem Rückweg legen wir unser Augenmerk auf die unterschiedlichsten Plantagen entlang der Strecke. Besonders in grosser Anzahl werden in dieser Region die bei Asiaten so beliebten Durians angebaut. Glaubt man der Aussage der Einheimischen, so hat die Provinz Mondulkiri Kampot als vormals bekannte Haupstadt der Durians schon längst abgelöst und die Früchte würden aus dieser Gegend weit besser schmecken als eben die aus Kampot. Für uns westliche Besucher kaum nachvollziehbar, denn Stinkfrucht bleibt Stinkfrucht, egal woher sie kommt. Bei der letzten Reise anfangs 2025 bekamen wir für einmal auf einer einzigen Plantage gleich alle Stufen des Reifegrades einer Durian zu sehen.



A propos Kampot, auch hier im Osten des Landes wird viel Pfeffer angebaut, eine Pfefferplantage reiht sich an die andere. Dieser Pfeffer ist zwar ebenso sehr fein, ist jedoch defintiv nicht mit dem Produkt aus dem südlichen Kampot zu vergleichen. Für ein Spitzenergebnis ist nicht nur der Boden entscheidend, sondern auch die klimatischen Verhältnisse insbesondere die salzhaltige Meeresbrise. Die in Mondulkiri anzutreffenden Plantagen unterscheiden sich aber hinsichtlich Anbauform und Ernte nicht von solchen in Kampot.



Was aber ganz und gar zur Provinz Mondulkiri gehört, ist der Kaffeeanbau. Dieser hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Auch hierfür sind die kühlen Höhenlagen und die fruchtbaren Böden in tropischem Klima beste Voraussetzungen. Angebaut werden insbesondere die Sorten Arabica und Robusta.
Der Kaffee aus Mondulkiri hat durch die steigende Nachfrage an Spezialitätenkaffees das Potential auch auf internationalen Märkten wettbewerbsfähig zu sein. Der Kaffeeanbau in Kambodscha steht jedoch in Konkurrenz zu Ländern wie Vietnam und Laos, die über weit grössere Produktionen und etabliertere Infrastrukturen verfügen.
Mich als Kaffeejunkie, begleitet auf meinen Reisen ein aromatisches Khmer-Coffee aus einheimischem Anbau schon längere Zeit und ich bin ehrlich gesagt ganz froh darüber, einen solchen mittlerweile an allen Ecken im Land anzutreffen. Der Pulverkaffee von Néscafé ist und bleibt auf Reisen da eher die Notlösung.








Am Freitag beendeten wir unsere jetzige Rundreise mit einem Abschluss in Phnom Penh, bevor unsere Gäste am gestrigen Tag mit vielen Erlebnissen im Gepäck ihre Rückreise in die Schweiz antraten und ich wieder wohlbehalten in meinem Zuhause in Sihanoukville eingetroffen bin.
Jacqueline und Mauro wollten bei ihrer zweiten Reise mit uns vertieft in das Leben der Kambodschaner blicken. Wir denken, das konnten sie tun, und dies nicht zu knapp. Es war uns ein Vergnügen sie begleiten zu dürfen.

Siem Reap blieb unseren jetzigen Gästen Jacqueline und Mauro während des letzten Aufenthalts noch etwas schuldig. Dies der Grund, dass wir diese Reise für einmal an diesem Ort starteten. Zum einen wollten die Beiden das schwimmende Dorf für einmal im Wasser sehen, was bei der letzten Reise im Monat März aufgrund des tiefen Pegels des Tonle Sap Sees nicht mehr möglich war, und zum anderen durften sie meinen langjährigen Wegbegleiter Pich und seine Familie in Siem Reap kennenlernen, welcher sich beim letzten Mal durch einen Aushilfsfahrer vertreten lassen musste.


Ein emotionaler Moment war uns gewiss, als wir beim Besuch des Kinderspitals von Dr. Beat Richner zufällig auf den heutigen Direktor Prof. Dr. med. Chantana und seinen Vizedirektor stiessen. Er erkannte mich von früheren Besuchen und liess es sich nicht nehmen, uns das Spital in einer privaten Führung zu zeigen. Ein besonderer Moment, den unsere Reisende wohl nicht so schnell vergessen werden.



Nicht weniger eindrücklich verlief unsere Teilnahme an einer öffentlichen Gebetszeremonie von 487 Mönchen, dies zugunsten der durch den unnötigen militärischen Grenzkonflikt mit Thailand leidenden Bevölkerung.


Das eigentliche Ziel, den Nordosten des Landes haben wir nun nach einer Woche Reise erreicht. Während andere solche Strecken im Nachtbus zurücklegen oder gar nicht erst bereisen, machen wir seit je her den Weg zum Ziel und Abenteuer.
Unsere Tour führt uns durch die unterschiedlichsten Provinzen des Landes und liess uns an Orten wie Kampong Cham, Kratie und nun in Banlung am nördlichsten Punkt der Reise jeweils ein paar Tage Halt machen. Ausreichend Zeit, die schönen Landschaften zu geniessen, Menschen zu treffen und an ihrem Leben teil zu haben.














Dass dabei manchmal auch etwas umständlichere Wege zu begehen sind, gehört dazu. Und auch ein saisonbedingter Wolkenbruch mag da das Erlebnis kaum trüben, sondern macht es erst recht zum Abenteuer.





Entlang der Gewässer gereist, galt es einige Strecken auf diesen zurückzulegen, und wenn es dann gar keine Fahrzeuge mehr gab, konnte ein Drahtesel das Vorwärtskommen sichern. Ohne Gänge und schlechte Bremsen blieb ausreichend Zeit, die Gegend zu erkunden.




Viele kurze Bekanntschaften säumten bislang unseren Weg. Mit etwas Mut gehörten auch tierische dazu, und weitere werden mit Bestimmtheit noch folgen.

Nun geniessen wir also seit Freitag ein wenig Dschungelfeeling in einer schön angelegten einfachen Lodge in der Provinz Ratanakiri. An die plötzlich kühleren Temperaturen und besondere Geräuschkulisse in der Nacht sind wir uns noch etwas am Gewöhnen.



Munter und zufrieden können wir bestätigen, der Hunger auf Erlebnisse ist noch nicht gestillt.

Hinter mir liegt soeben eine Reisepause von 12 Tagen. Dies gerade passend über die nationalen Feiertage des Wasserfestes, wo die Kambodschaner für 3 Tage die Arbeit ruhen lassen und Ausflüge mit ihren Familien unternehmen. Zudem dann am vergangenen Sonntag noch die Feierlichkeiten zum 72. Jahrestag der Unabhängigkeit Kambodschas. Termine welche wir nach nach Möglichkeit in unserer Reiseplanung berücksichtigen, denn an solchen Tagen braucht es KamboCello nicht auch noch „on Tour“.
Auch wenn ich nach der letzten Rundreise nicht gerade affenmüde war, bekommen mir ein paar Ruhetage danach jeweils gut.

Es ist aber nicht etwa so, dass ich diese Zeit ungenutzt verstreichen liesse. Es vergeht nämlich kaum ein Tag, an dem nicht irgendetwas in der Stadt zu erledigen wäre. Oftmals sind es kleinere Projekte rund um unser Zuhause und den Haushalt die mich antreiben oder dann Marktgänge, um uns für den Alltag einzudecken.

In Sihanoukville zu verweilen, heisst für mich auch etwas Zeit zu finden um interessante Bücher zu lesen ohne durch längere Unterbrüche ständig den Faden zu verlieren. An solchen Tagen bleibt aber auch genügend Zeit für etwas sportliche Ertüchtigung, sei dies im Wasser oder im Fitness, was sich in Anbetracht der geforderten Physis auf unseren Touren auszahlt.
Und sollte dann doch mal eine Art Langeweile aufkommen, dann besinne ich mich der kambodschanischen Lebensart und fröne ganz einfach dem aktiven Nichtstun. Eine Art, die ich von den Einheimischen gelernt habe und man in einem Land wie der Schweiz, mit gefülltem Terminkalender und Taktprogramm, kaum (mehr) kennt.

Nach der Reise ist auch vor der Reise. Letzte notwendige Kontaktaufnahmen und Absprachen für die anstehende Tour habe ich während den letzten Tagen ebenso erledigt und natürlich dafür gesorgt, dass mein Reiseoutfit rechtzeitig gewaschen und gebügelt für den nächsten Einsatz bereit liegt.

Und so stand ich also am vergangenen Donnerstag wieder mit gepacktem Rucksack am Flughafen von Sihanoukville, um zurück nach Siem Reap zu fliegen – an den Ort, wo die letzte Rundreise kürzlich ihr Ende nahm und nun eine weitere beginnen wird.




Am Freitag Morgen waren sie dann da, unsere nächsten Reisegäste. Keine Unbekannten, denn mit ihnen reisen quasi „Wiederholungstäter“ an. Etwas mehr als 5 Jahre sind es her, dass die Beiden mit uns bereits die Rundreise „Best of Cambodia“ absolviert hatten und kurz danach wussten, da müssen wir nochmals hin.
Anfangs März 2020 war es, als wir in Siem Reap noch der Meinung waren, Corona nur vom Ausgang her zu kennen. Zu dieser Zeit nahmen wir die in Asien aufkommende Panik in Bezug auf einen ansteckenden Virus noch relativ locker und genossen die Tage in vollen Zügen. Heute wissen wir, in Kambodscha waren es für längere Zeit unsere letzten Gäste die dies tun durften.

Zum Ende dieser Reise spitzte sich die Lage ziemlich schnell zu und der Virus war plötzlich auch in der Schweiz in aller Munde und verlangte nach Massnahmen. Ich erinnere mich noch allzugut, als wir bei uns im Garten in Sihanoukville nach einer erhaltenen Rückflugannulierung ziemlich unentspannt und unter Einsatz aller technischen Hilsmittel versuchten, für die Beiden einen allerletzten Linienflug zurück in die Schweiz zu organisieren. Bei ihnen hat es gerade noch geklappt. Bei mir bedurfte es ja dann ein paar Wochen darauf die Hilfe des EDA mit einem Sonderflug.

Und nun stehen wir also wieder am Anfang einer weiteren gemeinsamen Tour – diesmal mit dem Ziel, den beiden einen noch tieferen Einblick in das Leben Kambodschas zu ermöglichen. Ein Abenteuer haben wir erneut versprochen, hoffentlich jedoch eines, das sich diesmal ausschliesslich auf unsere Tour in den Nordosten des Landes beschränkt.
Willkommen zurück Jacqueline & Mauro!

Dass ich mich in diesem Land fast ausschliesslich der lokalen Kost hingebe, gehört zu meinem Lifestyle, und bin bis anhin auch ganz gut damit zurecht gekommen. Obschon, auch das heimische Angebot hat seit dem gestiegenen Tourismusaufkommen gewisse Veränderungen erfahren oder anders gesagt, es sind andere weltliche Einflüsse dazu gekommen, welche den Speiseplan etwas bereichern. Erfreut sich vor allem die jüngere Generation Kambodschas mittlerweile auch mal an Pizzen und Burger, so sind es für Asienfans wie mich doch eher die Einflüsse der chinesischen, koreanischen und indonesischen Küche, welche ab und zu mein Interesse wecken. Die umliegenden Länder wie Thailand, Laos und Vietnam sind ja bereits seit vielen Jahren kulinarisch vertreten und einzelne Gerichte lassen sich teilweise gar nicht mehr nur einem einzigen Land zuordnen.

Der wesentliche Unterschied zur Schweiz liegt aber meines Erachtens darin, dass hier in der Regel das angeboten und gegessen wird, was aktuell Böden und Kulturen her geben, und spätestens bei einem Gang durch den Markt auch Laie erkennen, welche Produkte Saison haben. Nicht nur die Vielfalt sondern auch die Frische der Produkte lassen für mich ein Marktbesuch stets zu etwas Besonderem werden.


Einfacher und sehr lokal geht es beim Streetfood zu und her. Die Angebote der vielen Garküchen unterscheiden sich, wenn auch nicht immer so eindeutig. Am besten heisst es hier einfach versuchen um sich seine persönlichen Favoriten zu küren. Gerne bediene ich mich vorallem tagsüber von diesen Angeboten. Ein frisch zubereitetes „Fried Noodle“ oder auch ein „Fried Rice“ geht sowieso immer, und wenn es dann noch mit frischen Meeresfrüchten angereichert wird, sowieso.





Nicht selten darf es für mich aber auch einfach ein gedämpfter Maiskolben sein, auch wenn sich danach die Zahnreinigung etwas mühsamer gestaltet. Die Einheimischen lieben diese Art der Zwischenverpflegung und man trifft sie überall.

Und da bin ich folglich auch wieder mal bei meinen geliebten Suppen aller Art angelangt. Dabei meine ich nicht primär eine Instant-Nudelsuppe, sondern eine solche, die mit sehr viel Liebe und Zeit von der Köchin zubereitet wird und so allerhand enthalten kann. Am Schluss dann noch die Nudeln rein und fertig ist die Herrlichkeit. Viele Garküchen bieten derartige Kost und dabei gehört eine der traditionellsten Suppen überhaupt zwischenzeitich sogar zu einer meiner Favoriten, genannt „Num Banh Chok“


Die gelb-grüne Suppe, die in Kambodscha mit frischen Reisnudeln serviert wird, besticht durch ihre Leichtigkeit, mit einer angenehmen Mischung aus süssen, salzigen, sauren aber auch scharfen Geschmacksnoten.
Sehr oft findet man diese auch an Feierlichkeiten und Zeremonien auf dem Speiseplan und mittlerweile weiss sogar ich, was da genau drin enthalten ist. Es sind dies nämlich frische Kräuter wie Kaffirlimettenblätter, Thai-Basilikum, Koriander und Pfefferminzblätter sowie Gemüse wie Morning Glory und Wasserspinat. Mitgekocht wird in der nicht vegetarischen Variante Fisch (meist Wels oder Tilapia). Nicht zu vergessen Gewürze wie Zitronengras, Kurkuma, Galgant, Knoblauch und Schalotten. Um den Geschmack noch ein wenig zu intensivieren wird auch noch etwas Fischpaste beigemischt. (Ich versuche mir beim Essen einfach vorzustellen, dass diese Fischpaste schön verpackt von irgendwo auf der Welt herkommt und nicht von der Fischpastenfabrik, die wir jeweils mit unseren Reisenden besuchen….!). Ganz am Schluss gibts noch einen Schuss Kokosmilch und für die Farbgebung etwas grüner Curry oder frischer grüner Chilli dazu.
Serviert wird die Suppe heiss und dies dann eben mit frischen Reisnudeln und etwas Gemüse wie Bohnen, Soyasprossen und Gurkenstreifen. Wirklich ein Genuss und einfach nur eines, nämlich gesund!


Man kann Landschaften betrachten, Menschen beobachten und Strassen durchqueren – doch erst am Teller, mit den Aromen, Gewürzen und Gewohnheiten eines Landes, beginnt das Verstehen mit allen Sinnen.
Dies mein Reiseverständnis, auch wenn es dann zwischendurch mal ein Imodium als Zugabe braucht. Auf Rundreisen bin ich heute aber aus rein praktischen Gründen nicht mehr ganz so experimentierfreudig wie früher, oder besser gesagt, ich weiss heute in der Regel sehr gut was und wieviel es für mich persönlich leiden mag.


Nach wie vor nehme einen Aufenthalt in Siem Reap gerne zum Anlass, unseren Reisenden mit einem Besuch des Kinderspitals das Schaffen von Dr. Beat Richner, auch genannt Beatocello, näher zu bringen. Seit seinem Tod im Jahr 2018 wurde im Eingangsbereich eine Ausstellung hergerichtet, welche die Geschichte der Kantha Bopha Spitäler eindrücklich aufzeigt. Dies in unmittelbarer Nähe zur Beat Richners letzten Ruhestätte und auch dem Ort, wo er zu Lebzeiten in den Abendstunden immer sass und nach getaner Arbeit eine Cigarre rauchte. Zu gut kann ich mich noch an meine Zusammentreffen mit ihm erinnern.




Auf der aktuellen Rundreise begleitete uns veränderliches Wetter. Entschädigt wurden wir dafür mit gemässigten Temperaturen und durch eine saftig grüne Landschaft. Für einmal lagen die Felder zum Ende der Regenzeit noch vielerorts im Wasser. Dies beste Voraussetzungen nicht nur für den Reisanbau sondern auch für den Anbau der Lotuspflanze. Besonders schön zu erkennen in der Gegend von Siem Reap. Will man da so nah dran, wie KamboCello dies plant, so merkt man spätestens dann, warum auf Reisen in dieser Zeit ein etwas höheres und stabileres Schuhwerk dienlich sein kann. Im Morast sind wir zwar nicht versunken, Ausrutscher hatten wir knapp auch vermieden aber zumindest nasse Socken und längeres Schuheputzen waren angesagt. Die Einheimischen haben es da einfacher, diese bewegen sich auch in solchen Momenten ohnehin barfuss oder in Zehenschlappen.





Stehe ich und mein Fahrer morgens in der Früh nach 4 Uhr weit und breit alleine auf der Strassse, dann ist dies nicht einfach die pure Lust am Aufstehen, sondern unser kambodschanischer Morgenstreich steht auf dem Programm. Spätestens wenn wir es mit unseren Gästen nach einer 30minütigen Fahrt in der grossflächigen Tempelanlage von Angkor Wat gemütlich gemacht haben, sind wir alle wach und es steigt die Vorfreude und Spannung auf das was in Kürze kommen mag.




Genügend Zeit nun für den Verzehr unseres mitgebrachten Frühstücks, zu welchem wir uns von Angkor Mary eine Tasse Tee oder Kaffee servieren lassen. Die Blicke sind ab sofort auf die Tempeltürme gerichtet, welche in Kürze aus der dunklen Nacht erscheinen werden. In der Vorahnung, dass sich vermutlich heute kaum die Sonne blicken lässt, lässt uns den Tagesanbruch mit fast noch etwas mehr Spannung erwarten als sonst.


Und so feiere ich nun also mit meinen Gästen auf dieser Reise meine Premiere in all den Jahren Angkor Wat: Keine Sonne, dafür gelegentlicher Regen. Schon fast etwas feierlich durfte ich mir nun erstmals in Angkor den Regenschutz überziehen.

Der Regen hielt sich auch an diesem Tag meistens an unseren Zeitplan und liess uns die verschiedenen Tempel weitgehend trocken erkunden. Die frühe Reisezeit, verbunden mit den unsicheren Wetterverhältnissen, trug sicher dazu bei, dass wir das Reich Angkor für einmal nur mit wenigen anderen Besuchern zu teilen hatten, was uns natürlich alles andere als unangenehm war. Die üblichen Fotoshootings schienen auch davon zu profitieren.







In der Zwischenzeit beendeten wir unsere Rundreise. Es waren tolle und erlebnisreiche 10 Reisetage die wir mit unseren beiden Gästen erleben durften. Viel zu schnell ging die Zeit vorüber. Wir bedanken uns bei Irène und Sandrina, dass sie unsere Gäste waren und für einen erfolgreichen Saisonauftakt sorgten.

Hält man sich an einem Wochenende in Phnom Penh auf, dann trifft man seit diesem Jahr auf eine neu geschaffene Situation an der Ausgangsmeile entlang des Flussufers. Neu wird nämlich an den Wochenendabenden die Strasse bis in die Morgenstunden für jeglichen Verkehr gesperrt und dient als Flaniermeile. Der jeweils grosse Strom an Menschen lässt erkennen, dass dies einem wirklichen Bedürfnis entspricht. Wieder aus Sihanoukville angereist, genoss also auch ich am letzten Sonntagabend ein paar vergnügliche Stunden mit einem Bad in der Menge. Schlenderte den unzähligen Verpflegungsständen entlang und blieb hin und wieder auch an musikalischen Darbietungen hängen. Insgesamt gesehen eine wunderbare Idee und eine schöne Aufwertung an den Wochenenden.







Erreicht man das Ende der abgesperrten Zone, drängt sich der motorisierte Verkehr dafür umso massiver durch die verbleibenden Verkehrswege.

Schnell mal das Ausgangsquartier gewechselt. Das Quartier um die Bassacstreet, zwar nicht am Ufer gelegen und etwas versteckt, aber mit seinen kleinen Bars und Restaurants ein optimaler Treffpunkt für Nachtschwärmer.

Wer nun meint, ich hätte nur des Ausgangswegens die Rückfahrt nach Phnom Penh unter die Räder genommen, der liegt falsch. Der Grund liegt vielmehr beim Start zu unserer ersten 10Tages-Tour in dieser Saison. Wir dürfen Mutter und Tochter auf eine Reise von Phnom Penh über Battambang nach Siem Reap begleiten. Für einmal also reine Frauenpower an Bord. Schön, seid ihr hier, Irène und Sandrina.

Marktbesuche und entspannte Fahrten durch die Stadt per TukTuk sind es, die einem das Leben in der Hauptstadt Phnom Penh am schnellsten näher bringen. So war es auch dieses Mal und unsere Gäste tauchten mit viel Schwung und Neugier ein ins Geschehen.


Üblicherweise ist die Regenzeit im Oktober noch alles andere als vorbei und zumindest kürzere aber regelmässige Regengüsse ziehen über‘s Land. Ich war daher in Bezug auf die Reisezeit ziemlich skeptisch, als ich die seinerzeitige Touranfrage bereits für den Oktober erhielt. Gewöhnlich finden nämlich solche frühestens ab mitte November statt und auch da sind nasse Verhältnisse nicht immer ganz ausgeschlossen. Es scheint aber, dass sich auch auf diesem Kontinent meteorologisch so das eine und andere etwas verschiebt. Bislang hielt sich der Regen an unser Programm und gelangte nur dann in Aktion, wenn es für uns keine Rolle spielte, und dies vorallem in der Nacht. Wir wären natürlich nicht unglücklich, wenn dies bis zum Ende der Tour so bleiben würde. Dies wäre aber wohl etwas viel verlangt. Wir sind gut gerüstet, komme wie es mag.
Und so genossen wir also die ersten Tage bei besten Verhältnissen und nur sehr wenig Touristen unser Tagesprogramm. Ich selber habe den Königspalast noch kaum mal so leer vorgefunden.


Wer schon mal in Kambodscha war, oder dann meine Beiträge länger verfolgt, weiss bereits, dass das Zentrum der Stadt nicht direkt am Mekong liegt, sondern vielmehr am Fluss Tonle Sap, welcher den gleichnamigen See Tonle Sap mit Wasser aus dem Mekong versorgt. Die Besonderheit dieses Flusses liegt in der Tatsache, dass dieser wohl weltweit der einzige Fluss ist, welcher im Verlauf des Jahres seine Fliessrichtung ändert. Hat nämlich der im Himalaya-Gebirge in einer Höhe von 5300 Meter entsprungene Mekong viel Schmelzwasser und noch eine grössere Menge an Regenwasser aus der Monsunzeit im Gepäck, so drückt dieser beim Zusammenfluss dieser beiden Flüsse in Phnom Penh das Wasser in den Tonle Sap Fluss und lässt diesen kurzum in die andere Richtung fliessen. Dies hat zur Folge, dass der Tonle Sap See auf eine 4fache Grösse anwächst und sich dann nach erfolgter Korrektur des Pegels vom Mekong wieder kontinuierlich entleert. Aktuell hat die Kehrtwende für diese Saison bereits stattgefunden. Eine abendliche Flussrundfahrt entlang der Stadt gehört bei uns ins Programm und wir durften auch diese trocken und mit nur wenigen Gästen an Bord geniessen.




10 Tage sind es jetzt her, dass ich auf meiner Reise nach Kambodscha auch das letzte Stück von Phnom Penh nach Sihanoukville hinter mich gebracht habe. Natürlich wurde ich von Somnang und Zaly auch dieses Mal herzlich empfangen. Die Vorfreude auf ein Wiedersehen ist immer gross.


Ich brauchte nicht lange um festzustellen, dass Somnang auch während meiner diesjährigen Abwesenheit so ziemlich Hand angelegt hatte. Nicht immer alles davon erfahre ich während meiner Zeit in der Schweiz und wurde daher bei meiner Ankunft nicht zum ersten Mal überrascht.
So erfuhr der Eingangsbereich von der Zufahrt zu unserem Outdoor-Wohnzimmer nicht nur eine deutliche Verbreiterung sondern es wurde auch gleich ein Vordach mit ausgeklügeltem Bewässerungssystem erstellt, worauf die unzähligen Orchideen noch üppiger gedeihen sollen. Sehr schön kommen auch die neu bepflanzten und aufgefrischten Rabatten zum tragen. Unsere 3 Schildkröten wissen dies sicherlich auch zu schätzen. Die Liebe steckt im Detail und ich entdecke auch nach Tagen noch immer Neues.


Und so kommt also auch dieser Bericht, wie viele vorherige weiterhin aus dieser wohnlichen Ecke bei angenehm warmen Temperaturen.

In unserem Quartier sind gegenüber der letztjährigen Saison kaum Veränderungen auszumachen. Ich treffe die gewohnten Leute rund um unser Haus und auch die meisten Restaurants und Läden sind noch unverändert vorhanden. Dies betrifft auch weitgehend das Zentrum der Stadt, wo die Einheimischen ihren Geschäften nachgehen und sich die Märkte für das Alltägliche befinden.

Anders sieht es da schon in Strandnähe aus, dort wo mittlerweile immer mehr Shoppingcenter, riesige Hotels und etliche Spielcasinos zusammen mit Restaurants und Bars die Strasse säumen. Ehrlich gesagt habe ich bezüglich diesen Bauten schon länger den Überblick verloren, denn da schiessen weiterhin in kürzester Zeit Hochhäuser gegen den Himmel, ich komme da gar nicht mehr nach mit dokumentieren.


Auf den Baustellen wird in der Regel 24 Stunden im Schichtbetrieb gearbeitet. Soeben ist der vordere Teil eines weiteren Grossprojektes am Strand Otres 1 nach einer Bauzeit von zwei Jahren bezugsbereit.




Und so wird sich die Skyline von Sihanoukville wohl noch viele weitere Jahre stetig weiter verändern. Ein Ort, an dem ausländische Superreiche, Spielbegeisterte und der einfache Kambodschaner aufeinandertreffen. An dem aber auch Menschen aus allen Provinzen Kambodschas und umliegender Länder Arbeit und Verdienst finden und ihre neue Bleibe einrichten. Eine Parallelwelt, die im Alltag hier kaum stärker im Kontrast stehen könnte.

Und der Tourismus? Dieser konzentriert sich seit dem Einzug der Chinesen und dem durch die Behörde verordneten Rückbau der Strandbars und Hütten an den Stränden nun voll und ganz auf den asiatischen Tourismus. Seit dem Bau der Autobahn ist Sihanoukville von Phnom Penh in nur 2 1/2 Std. erreichbar. Seither floriert der inländische Tourismus und vorallem Städter aus dem zentralen Kambodscha fahren mit Sack und Pack an Wochenenden und Feiertagen an den Strand, wo sie dank den unverbauten Stränden nun gesellige Stunden in lokaler Manier kostengünstig verbringen können. Der westliche Tourismus hat sich in Sihanoukville hingegen vollständig auf die vorgelagerten Inseln Koh Rong und Koh Rong Sanloem zurückgezogen, andere suchen Seinesgleiche in Kampot. Durch die Direktverbindungen der Buslinien an den Hafen, „verirren“ sich westliche Besucher daher auch kaum mehr ins Zentrum der Stadt. Es sei denn, es sind Reisende und Gäste von KamboCello.
Für mich bleibt Sihanoukville aufgrund seiner Angebotsvielfalt nach wie vor ein attraktiver Ort um in einen asiatischen Alltag eintauchen zu können. Auch wenn die Veränderungen für meinen Geschmack nicht ganz so extravagant und überflüssig ausfallen müssten – für die Geschichte dieser Stadt bin nicht ich besorgt. Ich habe lediglich das Privileg, seit nun 20 Jahren ein Teil von ihr zu sein und quasi aus der ersten Reihe erleben zu können was hier so passiert. Es bleibt weiterhin spannend, soviel ist klar.



Es gibt aber natürlich auch ganz vieles, was sich hier nicht verändert hat. Dies wird mir zum Beispiel bewusst, wenn ich wie gewohnt zur Sonnenaufgangszeit mit dem Fahrrad auf noch ruhigeren Strassen an den Strand des Sokha-Beach Resorts fahre um den Tag mit einem ausgiebigen Morgenschwumm zu beginnen.




Ein besonderes Ritual, welches ich seit je her pflege und mir auch schon den Respekt der Sicherheitsangestellten verschaffte, unter wessen Beobachtung ich in der Regel meine Strecke zurücklege. Dies zu einer Zeit, zur welcher höchstens gerade das „Pistenfahrzeug“ bei der Arbeit ist. Für die Not wäre also Hilfe da, gut zu wissen.


Und so liess ich also die erste Zeit in unserem Zuhause erholsam vorbei ziehen. Dies im Wissen, dass spätestens mit dem Beginn der diesjährigen Rundreisen einiges an Action auf mich wartet.