Jacqueline & Mauro, 14.11. – 29.11.2025
Die Rückkehrer
Ende März 2020 kehrten wir mit vielen tollen Erlebnissen und Emotionen von unserer ersten Kambodscha-Reise zurück. Uns war sehr schnell klar, dass wir noch mehr vom Land und den Menschen sehen wollten. Und so kam es, dass wir am 14. November 2025 von Siem Reap aus unsere 2. Tour mit Marcel in den wilden Osten Kambodschas starteten. Wir fragten uns anfänglich schon, ob uns weitere zwei Wochen durch das Land so begeistern könnten wie beim ersten Mal. Kurzum, das taten sie.
Ziel war es, die verschiedenen Regionen des Ostens zu erkunden und vertieft mit den Menschen in Kontakt zu treten. Wir waren zu Fuss, mit dem Auto, Schiff, Tuk-Tuk, Velo oder mit dem Roller unterwegs, was so manchen spassigen Moment auslöste. Von strömendem Regen blieben wir Gott sei Dank weitgehend verschont. Ein kleines Reisegrüppli wie das unsere hatte den Vorteil, dass wir jederzeit und überall einen Stopp einlegen konnten, um unsere Neugierde zu stillen. Wir wurden stets herzlich willkommen geheissen und Fragen wurden mit Freude beantwortet. Die Bewohner dieses Landes freut es sehr, wenn Reisende sich für ihr Leben interessieren. Belohnt wurden wir nur allzu gerne mit einem schönen Erinnerungsfoto, was will man mehr?

Kulinarisch findet sich für jedermann ein Leckerbissen. Wir haben auf dieser Tour festgestellt, dass die westlichen Gerichte in den Städten und in ländlichen Gegenden Einzug gehalten haben und die Einheimischen sich gerne auch mal selbst eine Pizza, Pasta, Burger oder Pommes gönnen.
Während der Reise bewegten uns die vielen ungeplanten Begegnungen, die täglichen «Hello-Zurufe» von Kindern und Erwachsenen. Ein wiederholter Schulbesuch einer kleinen Primarschule hat uns wie schon beim ersten Mal erneut in gleichem Masse berührt.

Im Unterschied zur ersten Reise fanden wir das im Jahre 2020 besuchte schwimmende Dorf nun wirklich von Wasser umgeben vor und der im März 2020 nicht vorhandene Reisanbau präsentierte sich in voller Pracht.

Auf der Tour durch den wilden Osten heisst es Augen auf und Staunen. Die Reise mit dem Auto kann somit bestens genutzt werden, um sich an der schönen Landschaft sattzusehen., die wahrlich eine vielfältige Abwechslung bietet. Von Kampong Cham – Kratie – Banlung (Provinz Ratanakiri) bis Sen Monoron (Provinz Mondulkiri) erstreckten sich weitläufige Reis- und Lotusblumenfelder, grossflächige Cashewnuss- und Naturkautschukplantagen sowie wunderschön anzusehende Pfeffer- und Kaffeeanbaugebiete. Apropos Kaffee, Kambodscha baut zwar schon seit längerem eigenen Kaffee für den Export an, die Bevölkerung selbst sah diesen jedoch nie als Genussmittel an. Heute säumen zahlreiche kleine Kaffeeshops den Strassenrand. Amüsant mussten wir feststellen, dass für das Brühen des Kaffees nebst den herkömmlichen Kolbenmaschinen auch Kaffeekocher – und man höre und staune, auch der in Italien bekannte Bialetti-Espressokocher, zum Einsatz kommen.



Ein wiederholter Besuch des Kinderspitals von Dr. Beat Richner in Siem Reap bescherte uns rein zufällig die grosse Ehre, von Herrn Prof. Dr. med. Chantana, jetziger Direktor des Spitals, und dessen Vizedirektor, durch das Spital geführt zu werden. Mit Freude und Dankbarkeit nahmen wir dieses nicht im geringsten vorhersehbare Angebot an. Während des Rundgangs erhielten wir einen tiefen Einblick in die Krankenzimmer, Behandlungsräumlichkeiten bzw. den Spitalalltag. Die vielen auf Hilfe wartenden Menschen und die noch immer herrschende Not machten uns sehr betroffen. Hingegen waren wir vom unaufhörlichen Einsatz der ganzen Belegschaft des Spitals tief beeindruckt.

Ein ebenfalls unvergessliches Highlight erwartete uns in den Wäldern von Mondulkiri und zwar gezähmte, freilebende Elefanten, die von der «Hilfsorganisation Elefanten in Mondulkiri» aus dem Arbeitsprozess von Farmern ausgekauft wurden. Mit einer Begleitperson durften wir uns diesen majestätischen Tieren nähern und sie mit einem Bananensnack füttern. Ein kühles Bad im Fluss mit den grauen Riesen machte das Abenteuer perfekt. Uns wurde erst im Nachhinein bewusst, was wir Grossartiges erleben durften.

Es kam der Moment, wo wir uns vom Landleben verabschieden mussten. Die schon im 2020 besuchte Hauptstadt Phnom Penh bildete den Abschluss unserer Reise. Kaum in der Stadt angekommen, wünschten wir uns auch schon wieder zurück aufs Land. An den Lärm und das pulsierende Leben mussten wir uns erst wieder gewöhnen. Gut, einen Tag später sah dann alles ganz anders aus, denn die Stadt Phnom Penh mit den Menschen, Bräuchen, ihren alten und neuen Bauten sowie dem Königspalast hat Charme und verzaubert einen. Auch hier hat der Wandel nicht Halt gemacht, so prägen seit unserem letzten Besuch moderne Gebäude, Kaffeeshops und Restaurants mit Essen aus allen Herren Ländern die Uferpromenade des Tonle Sap.

Die beiden Reisen haben uns reich belohnt und haben unsere Vorstellung weit übertroffen. Wir danken Marcel und all seinen Helfern für diese schöne Zeit.
Mauro & Jacqueline

















































































































































































